WAR, SEIN & WERDEN

 

Aus dem Nichts wurde das Ich geboren, um zu sterben.

In der sicheren Gewissheit der eigenen Individualität wurde das nun folgende Leben dualistisch:

Gut und Schlecht, Wichtig und Unwichtig, Schön und Hässlich, Arm und Reich, Nützlich und Unnütz und so weiter...  der Hunger und die Gier nach dem subjektiv Guten und die Ablehnung des subjektiv Schlechten prägten die eigenen Verhaltensweisen.

Das Klammern an die positiven Dinge, schürten die Angst vor deren Verlust. Erlangtes Glück sollte nie wieder gehen und alles Negative wurde abgelehnt.

Die Vergänglichkeit aller Dinge wurde ignoriert. Selbst das eigene Leben würde endlos weitergehen und der Tod war immer in weiter Ferne.

Das Ich hatte die wahre, menschliche Natur erstickt. Die Liebe, das Mitgefühl und die Empathie gingen in der gehetzten Zeit verloren. Mannigfaltige Ablenkungen fragten nicht mehr nach dem Sinn des Lebens.

Kriege, Umweltverschmutzung, Hunger, Gewalt, Klimawandel... einhergehend mit deren Konzentration durch die allgegenwärtig konsumierten Medien verstärkten das gefühlte Leid.

Ein getriebenes, leidvolles Leben ging zu Ende...   um wieder geboren zu werden.